Hauptmann Gerd Wiesler überwachte einst auf einem leeren Dachboden den Schriftsteller Georg Dreyman und dessen Frau Christa Sieland, erste Schauspielerin der DDR. Doch was als Jagd auf die Feinde des Sozialismus begann, entpuppte sich für Wiesler als böses Spiel eines Ministers, der eine Schauspielerin begehrte. Wiesler geriet zwischen die Fronten seiner eigenen Gefühle. Des »Abhörers« Liebe zum Kommunismus wurde von bisher ungekannten Gefühlen verdrängt. Die Schauspielerin entkam scheinbar dem System von Abhängigkeit, Verrat und Bespitzelung, doch zurück blieben drei betrogene Betrüger, drei sehr einsame Männer — alle kreisen, ob tot oder lebendig, noch immer umeinander!
Albert Ostermaiers Bühnenfassung ist nicht der Film, ist keine Verpflanzung des Kinos auf die Bühne. es ist ein wortreiches Abhörspiel, in dem die Zweifel und Überzeugungen, Gefühle und Abgründe von vier Menschen noch einmal hörbar werden. und noch immer sind weder Erlösung noch Vergessen in Sicht.
Tod und Liebe sind die Motive, die sich durch dieses Leben, das Denken, Handeln von Anderen und uns so ähnlichen Menschen zog und zieht; Liebe und Tod heißen die Klammern um eine Geschichte von vier Menschen, die Opfer und Täter sind, als Teil eines Systems und diesem zugleich gnadenlos ausgeliefert.

